...

18. Juli 2019

Cloud-Computing und seine Begriffe

Cloud-Computing und seine Begriffe erklärt

Cloud-Computing ist der Trend in der IT-Welt. Wir alle nutzen die Cloud täglich. Ob wir auf Facebook posten, ein Mail versenden oder ein Dokument online speichern, immer steckt die Cloud dahinter. Doch was ist die Cloud eigentlich, was bringt sie und was versteckt sich hinter Begriffen wie «IaaS» oder «Private Cloud»?

Das Prinzip des Cloud-Computing besteht darin, die normalerweise auf einem Computer oder einem lokalen Server (On-Premise) gespeicherten Daten auf einen beliebig weit entfernt gelegenen Server auszulagern. So können Dokumente online gespeichert werden und man hat jederzeit Zugriff auf Daten, die auf externen Servern gespeichert sind. Dazu gehören auch gemeinsam genutzte Arbeitsbereiche, in denen mehrere Personen gleichzeitig Dokumente nutzen und bearbeiten können. Eine solche Virtualisierung der Daten und die Möglichkeit der Online-Speicherung gibt es schon seit einigen Jahren.

Auf was man achten muss

Bei der Auswahl eines Cloud-Computing Anbieters ist es besonders wichtig, anspruchsvoll zu sein und sich genau darüber zu informieren, welche Sicherheitsstandards gelten und welche Datenschutzmaßnahmen ergriffen werden. Das gilt auch für eine Anwendungssoftware, welche als Cloud-Service zur Verfügung gestellt wird. Der Zugriff auf den entsprechenden Cloud-Service erfolgt direkt über das Internet. Der Nutzer loggt sich hierbei in das System ein und kann den Dienst dann sofort nutzen, ohne zusätzliches Kapital für Rechnerinfrastruktur oder Software aufwenden zu müssen.

Zu den finanziellen Vorteilen kommen noch die Flexibilität und die hohe Reaktivität hinzu, durch die ein Unternehmen seine IT-Ressourcen rasch anpassen kann. Bezahlt wird dabei nur, was man effektiv benötigt. Am Anfang wurde die Cloud vor allem genutzt, um Daten zu speichern. Mittlerweile nehmen immer mehr Unternehmen Cloud-Dienste mit dem Ziel in Anspruch, ganz auf eigene Server verzichten zu können. Im Vergleich zu einer klassischen IT-Infrastruktur können so neue Programme dank der Cloud schnell implementiert werden. Weil die Cloud die Nutzung von IT-Ressourcen flexibel und vor allem ortsunabhängig macht, ist Cloud-Computing die Grundlage für die Digitalisierung geschäftlicher Abläufe. Beispiel dazu sind der Zugriff auf den Kalender via Smartphone und Notebook von unterwegs, Datenaustausch mit Kunden und Lieferanten oder Arbeiten im Homeoffice.

Weil Hard- und Software getrennt sind, lässt sich das System bei technischen Problemen einfach auf einen anderen, funktionierenden Server verschieben. Das verringert Ausfälle, erhöht somit die Verfügbarkeit. Zudem hat der Betreiber des Rechenzentrums das nötige Fachwissen für einen reibungslosen Betrieb und ein hohes Interesse daran, seine Umgebung Up-to-date zu halten. In der Cloud sind Computer und Daten üblicherweise besser geschützt als in einer selbst betriebenen Infrastruktur.

Öffentlich oder privat?

Public Cloud oder öffentliche Cloud ist ein Angebot eines frei zugänglichen Anbieters, der seine Dienste offen über das Internet für jedermann zugänglich macht. Wer privat Fotos in der Cloud speichert, oder kostenfreie E-Mail-Dienste nutzt, der tut dies über eine öffentliche Cloud. Genauso stellen Anbieter auch Rechenkapazität oder Speicherplatz für Unternehmensdaten, aber auch Software wie ERP oder Office aus ihrem Rechenzentrum über das Internet bereit und Unternehmen greifen von überall darauf zu.

Bei der Private Cloud betreibt ein Unternehmen seine eigene Cloud-Umgebung bei einem externen Anbieter. Ein Dienstleister betreut die Server des Kunden in hochsicheren Rechenzentren. Diese Exklusivität bringt auch mehr Sicherheit mit sich. Darüber hinaus können Unternehmen zusätzliche Dienstleistungen mit ihrem Anbieter vereinbaren z.B. mehr Service oder höhere Verfügbarkeit. So haben Firmen die Sicherheit, dass ihre Geschäfte laufen - auch, wenn Unvorhergesehenes passiert.

Mit Hybrid Clouds werden Mischformen dieser beiden Ansätze bezeichnet. So laufen bestimmte Services bei öffentlichen Anbietern über das Internet, während datenschutzkritische Anwendungen und Daten im Unternehmen betrieben und verarbeitet werden. Dabei wird für Standardanwendungen wie beispielsweise E-Mail auf das Public-Cloud-Angebot eines Anbieters zurückgegriffen, während sensible Firmendaten und -anwendungen in der privaten Cloud betrieben werden.

Die Serviceformen der Cloud

Im Zusammenhang mit Cloud-Computing spricht man oft von Informatik als Dienstleistung. Dabei gibt es unterschiedliche Ebenen von Serviceleistungen, angefangen beim virtuellen Server bis hin zu fixfertigen Anwendungen. Üblicherweise handelt es sich hier um Public-Cloud-Angebote.

Infrastructure as a Service (IaaS): Die Infrastruktur stellt die unterste Schicht im Cloud-Computing dar. IaaS beschreibt ein Geschäftsmodell, bei dem keine komplette Lösung (Hardware und Softwareanwendung) angeboten wird, sondern lediglich die notwendige Hardware. Diese befindet sich in Rechenzentren und wird auch dort betreut. Die Cloud-Anwender erhalten Zugriff auf virtualisierte Komponenten zur Datenverarbeitung, zum Datentransport und zur Datenspeicherung und können somit beliebige Anwendungsprogramme und Betriebssysteme einsetzen und installieren. Oder einfach formuliert: Man mietet sich IT-Infrastruktur und Wartung.

Plattform as a Service (PaaS) baut auf IaaS auf und fügt dem Konzept der Bereitstellung von Hardware weitere Features hinzu wie das Betriebssystem und die Datenbankverwaltung. Es sind keine Anpassungen an die Hardware oder Software notwendig und auch der Bedarf nach einem Einkauf und der Lizenzierung von Hardware oder Software entfällt.

Software as a Service (SaaS): Bei SaaS wird die Software-Anwendung nicht an den Kunden verkauft, sondern lediglich gegen Entgelt zur Verfügung gestellt. Folglich werden Software sowie IT-Infrastruktur bei einem externen Dienstleister betrieben. Zur Verwendung der Software ist in den meisten Fällen nur ein internetfähiges Gerät und ein Internetbrowser notwendig. Software wird also nicht lizensiert und auf eigener Hardware installiert, sondern nur als Service angemietet und kann überall genutzt werden.

An Cloud-Angeboten führt wohl kein Weg vorbei. In zu vielen Bereichen, vor allem bei Standardanwendungen, überwiegen die Vorteile in Form transparenter Kosten und dem eingesparten Aufwand für die Betreuung der IT-Infrastruktur. Wer häufig unterwegs bei Kunden oder sonst irgendwo ausserhalb der eigenen vier Bürowände arbeitet, kommt ebenfalls kaum an der Cloud vorbei. Die ortsunabhängige Verfügbarkeit geschäftlicher Daten wie Dokumente, Termine und Adressen und der bessere Zugriff auf Applikation sind entscheidende Vorteile. Das heisst jedoch nicht, dass eigene Server nicht mehr sinnvoll wären. Gerade die Kombination von On-Premise und Cloud sehen wir noch öfters bei unseren Kunden.

Falls Sie sich für Cloud-Lösungen interessieren, beraten wir sie gerne und zeigen Ihnen auf, welche Lösung für Sie am besten ist.

Cloud Beratung